BMW AG, Deutschland,
Prüfverfahren der Schweißzangen und Handlings im Karosseriebau


BMW AG
Die Serienproduktion der ersten BMW-Limousine der 3er-Klasse startete am
01. März 2005 in der neuen BMW-Produktionsstätte in Leipzig.

Zwei Jahre später wurde der BMW der 1er-Klasse als Dreitürer in die Fertigung integriert. Heute stellen am Standort Leipzig mehr als 5.200 Mitarbeiter je nach Bedarf bis zu 700 Fahrzeuge pro Tag her.




Die Applikation

Im Karosseriebau des BMW-Werks werden stündlich viele tausend Schweißpunkte gesetzt. Die Schweißzangen, die auf unterschiedliche Umgebungsbedingungen wie Blechstärken und Oberflächenstrukturen treffen, sind dabei maßgeblich für die Qualität der Schweißverbindungen verantwortlich. Zur Sicherung einer konstant hohen Fertigungsqualität müssen sie deshalb regelmäßig auf elektrische und mechanische Kenngrößen überprüft werden. Die Prüfverfahren, die in der Vergangenheit manuell ausgeführt wurden, waren zeitintensiv und die eingesetzten Prüfstände beanspruchten viel Platz.

Bei BMW entstand daher der Wunsch nach einer kompakten und flexiblen Einheit inklusive einer Steuerung. Weiterhin forderten die BMW-Spezialisten aus den Werken München und Leipzig die Verbesserung der Handling-Prüfung. Handlings, also über Ventile gesteuerte Greifereinheiten, greifen wie Roboterhände Einzelteile und befördern sie an die gewünschte Position. Die Handling-Werkzeuge sind aufgrund der unterschiedlichen Form der Einzelteile verschieden ausgeprägt.


Die Lösung


Zur Visualisierung der Prüfschritte und -ergebnisse wird ein TP32-Panel von Sütron genutzt, das in einem kleinen Steuerschrank untergebracht ist. Im Schrank erfolgt die Signalerfassung über Inline-I/O-Module in Schutzart IP20, die aufgrund ihrer modularen Anreihbarkeit bedarfsgerecht zusammengestellt werden können.

Als Steuerung entschieden sich die Verantwortlichen für einen Inline Controller ILC 200 IB, der mit der Automatisierungssoftware PC WORX programmiert wird und mit dem sich das Feldbussystem Interbus komfortabel konfigurieren lässt.

Interbus unterstützt eine Übertragungsrate von 2 MBit/s sowie die komplette Vernetzung in Lichtwellenleitertechnik. Über die Rugged-Line-I/O-Baugruppen in Schutzart IP65/IP67 wird das Feldbussystem auf die Werkzeuge geführt.

TP32-Panel von Sütron



Fazit

Mit dem neuen Automatisierungskonzept trägt Phoenix Contact dem Bedürfnis von BMW nach einem verlässlichen Steuerungskonzept sowie der flexiblen und wirtschaftlichen Realisierung der Handling- und Zangenprüfung Rechnung.


Weitere Möglichkeiten



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