Grenzenlose Kommunikation sorgt für zuverlässige Wasserversorgung via GPRS/EDGE-Steuerungen
In vielen Teilen Rumäniens ist die Wasserinfrastruktur veraltet, was für die angeschlossenen Haushalte und Industrieunternehmen ein Problem darstellt.
Während in den Städten rund 75 bis 80 Prozent der Haushalte an das Versorgungsnetz angebunden sind, beträgt die Quote in ländlichen Regionen weniger als 35 Prozent.
Zudem erweist sich die Qualität des Wassers, das nur sporadisch zur Verfügung steht, zum Teil als mangelhaft.
Die Applikation
Wegen des schwer zugänglichen Geländes und der fehlenden Kommunikations-Infrastruktur müssen die erfassten Daten durchgängig per GPRS/EDGE übertragen werden.

Die Lösung
Historische Daten liegen im CSV-Format vor und werden direkt in das Archivierungs-, Auswertungs- und Analysesystem Acron importiert. Für die Querkommunikation zwischen den Außenstationen wird das IEC60870-104 Fernwirkprotokoll eingesetzt.
Die notwendigen Netzwerk-Verbindungen werden von zwölf Modems vom Typ PSI-Modem-GSM/ETH bereitgestellt. Die hochperformanten Geräte unterstützen industrielle Ethernet-Netzwerke, über die sensible Daten sicher via GSM-Netz weitergeleitet werden.
Eine in die Modems eingebaute Firewall schützt die Applikation vor unberechtigten Zugriffen.

Als Steuerungssystem kommen die Controller ILC 150 ETH und ILC 170 ETH zum Einsatz. Diese SPSen werden flexibel je nach Bedarf um analoge oder digitale Eingänge erweitert. Hierdurch ist eine optimale I/O-Konfiguration jeder einzelnen Pumpstation sowie der Wasserreservoire möglich.
Durch den Einsatz der Visualisierungssoftware Visu+ von Phoenix Contact wird eine Trenddarstellung und das gesamte Alarm-Management realisiert.
Der Einsatz von Switches aus der Produktlinie Factoryline erlaubt eine kostengünstige Erweiterung des Ethernet-Netzwerkes, damit Steuerungen, Touch-Panel, dezentrale I/O-Komponenten und Modems optimal zusammenarbeiten können.
In der Außenstation werden Stromversorgungen vom Typ Quint Power 24VDC/5A/3AC eingesetzt. Diese sorgen für eine hohe Anlagensicherheit und haben eine Überspannungsfestigkeit bis zu 6kV.

Fazit
Durch die Modernisierung ist die Fernüberwachung und der Zugriff auf alle dezentralen Stationen gesichert - die Visualisierung und Protokollierung in der Leitwarte sichert alle sensiblen Daten.
Die speicherprogrammierbaren Steuerungen sichern auch im Unterbrechungsfall einen potentiellen Datenverlust.


