RS-232 / 485 meets Ethernet

Aufgabenstellung

Ethernet findet inzwischen in industriellen Applikationen eine hohe Akzeptanz. Häufig sind jedoch die Automatisierungsgeräte nicht netzwerkfähig. Abhilfe schafft der neue „Serial Device Server“ FL COM SERVER. Er erlaubt die einfache Integration von seriellen Schnittstellen in industrielle 10/100 Base-T(X) Netzwerke.


Leistung für industrielle Anforderungen


Für einen sicheren und dauerhaften Betrieb unter rauen industriellen Umgebungsbedingungen bietet der FL COM SERVER eine hochwertige 3-Wege-Potentialtrennung (VCC // RS-232, RS-485 // Ethernet) sowie eine redundante Einspeisemöglichkeit der 24 V Spannungsversorgung. Für eine hohe Verfügbarkeit sorgt darüber hinaus die hohe EMV-Verträglichkeit der Geräte.
Neben der Hardware berücksichtigt auch die Software die besonderen industriellen Anforderungen. So wird das 3964R- Protokoll ebenso unterstützt wie die verschiedenen Modbus-Protokolle oder Statusmeldungen über SNMP-Objekte.



Einfache Konfiguration und Diagnose


Die Konfiguration und Diagnose kann ohne zusätzliche Software über Web-based-Management mit Standard Browsern durchgeführt werden. Die Menü-Strukturen sind für eine intuitive Konfiguration übersichtlich nach Themen strukturiert und die Webseiten passen sich dynamisch den gewünschten Applikationen an.
Soll hingegen die Konfiguration und Diagnose direkt mit einer Prozessvisualisierung durchgeführt werden, stehen entsprechende SNMP-Objekte zur Einbindung in OPC-Datenbanken zur Verfügung.



Integration von seriellen Teilnehmern

Ein häufiger Anwendungsfall ist die einfache Punkt-zu-Punkt Verbindung von zwei seriellen Geräten über ein bestehendes Netzwerk. Mit zwei FL COM SERVER werden die Daten durch das Netzwerk getunnelt und jegliche Reichweitenbeschränkungen wie z.B. bei RS 232 auf maximal 15 m, werden damit aufgehoben.

Sollen dagegen die seriellen Daten einer Anwendungssoftware im Netzwerk zur Verfügung stehen, wird nur ein FL COM SERVER an dem seriellen Gerät installiert. Der FL COM SERVER kann anschließend die Daten als Client oder Server zur Verfügung stellen und in TCP/IP oder UDP übertragen.


Bestehende Software wird Netzwerk tauglich


Häufig unterstützt die bereits bestehende Anwendungssoftware keine Ethernetkommunikation. Lokale Verbindungen, z.B. auf Programmierschnittstellen, sollen vor dem Hintergrund der fortschreitenden Vernetzung dagegen häufig über die bestehende Netzwerkkarte des PC und das angeschlossene Netzwerk realisiert werden. Abhilfe schafft hierbei die im Lieferumfang enthaltene Com Port Redirector Software. Sie erstellt auf dem PC virtuelle Com Ports die von der bestehenden Anwendungssoftware genutzt werden. Die Anwendungssoftware muss nicht verändert werden, so dass auf einfache Art und Weise die Verbindung zu Programmierschnittstellen mit allen Vorteilen der Vernetzung realisierbar wird.



Vernetzung von Modbus und anderen Multidrop Systemen

Auch klassische RS-485 Multidrop-Netzwerke können mit dem FL COM SERVER durch moderne Netzwerktechnologie ergänzt bzw. ersetzt werden.
Modbus ist dabei der bekannteste Vertreter dieser Technologie. Der FL COM SERVER unterstützt hierfür sowohl die seriellen Modbus ASCII- und RTU-Protokolle, als auch das Ethernet basierende Modbus TCP Protokoll. Die vollwertige Gateway-Funktion erlaubt den Einsatz an Modbus Mastern und Slaves und damit die Einbindung beliebiger serieller Modbus-Teilnehmer in Modbus-TCP Netzwerke.
Andere Multidrop-Netzwerke können durch einfache Broadcast-Adressierung an alle Netzwerkteilnehmer, oder mit Hilfe von intelligenten Mechanismen gezielt adressiert werden. Dazu wird die notwendige Zieladresse direkt aus dem seriellen Datenstrom ausgelesen und zur Adressierung genutzt.


Remote Access in entfernte Netzwerke

Die Einwahl in entfernte Netzwerke, die sonst nur schwer zu erreichen sind (z.B. Windparks), kann auf einfachem Wege über eine Modemverbindung (DFÜ) in Kombination mit dem FL COM SERVER sichergestellt werden. Der COM SERVER unterstützt hierzu das PPP-Protokoll.
Damit wird die Fernwartung und Ferndiagnose von räumlich entfernten Netzwerkteilnehmern so einfach wie die private Einwahl in das Internet.
Darüber hinaus kann durch Kombination der neuen PSI WL BLUETOOTH-Konverter mit dem FL COM SERVER ein Bluetooth-Access Point realisiert werden. Dies ermöglicht die drahtlose Integration von seriellen Teilnehmern in ein Ethernet-Netzwerk mit bis zu 150 m Reichweite.


Weitere Möglichkeiten



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